Das war die DDR

Bekleidung und Ausrüstung der Kampfgruppen der Arbeiterklasse

Uniform

Bei der Gründung am 1. Mai 1954 waren die Einheiten mit Feldmütze, blauem Overall und roter Armbinde uniformiert.

Die bald darauf eingeführte olivgrüne Uniformierung bestand aus:

  • Dienst- und Paradeuniform, Sommer
  • Ski- und Feldmütze
  • Binder (rot), Oberhemd (grau)
  • Halbschaftstiefel
  • Wäsche
  • Watteuniform, Winter

Die sonstige Ausrüstung war:

  • Stahlhelm
  • Koppel, Gurte
  • Schutzmaske, Schutzanzug kpl.
  • Sturmgepäck mit allem Zubehör
  • Feldspaten

Sonderausrüstungen waren u. a.:

  • Funkgeräte
  • Fernrohre
  • Kartenmaterial, Taktikbesteck

Bewaffnung

Die Bewaffnung der Angehörigen der Kampfgruppen bestand in den 1950er-Jahren überwiegend aus der Pistole (Makarow), dem Karabiner K98k, dem Sturmgewehr 44 und den Maschinenpistolen MPi 41 und PPSch-41 sowie Maschinengewehren des Typs MG-42. Ab Anfang der 1960er Jahre erfolgte die Umstellung auf Gerät sowjetischer Herstellung wie die Maschinenpistolen MPi-K und MPi-KmS, das Maschinengewehr lMG-DP und die Panzerbüchsen RPG-2 und RPG-7. Später waren die Kalaschnikow-Lizenzbauten aus Wiesa im Erzgebirge eine Standardwaffe der Kampfgruppen.

Schwereres Gerät der Kampfgruppen waren Schwere Maschinengewehre mit dem Kaliber 12,7 Millimeter, 82-mm-Granatwerfer sowie leichte Panzer- und Flugabwehrkanonen (u.a die S-60). Sie verfügten auch über leichte Schützenpanzer wie den BTR-152 und den Garant 30k SK-1 (Sonder-KFZ-1). Als Transportmittel wurden überwiegend betriebliche Fahrzeuge wie Lastkraftwagen des Typs W50 eingesetzt.

Der Spiegel berichtete 1977 über den Bestand der Kampfgruppen der Arbeiterklasse, etwa 35 000 leichte und schwere Maschinengewehre sowie ... rund 420 leichte Panzerfahrzeuge und 250 gepanzerte Mannschaftswagen. Die Kampfgruppen verfügten zu dieser Zeit je Bataillon über drei rückstoßfreie Geschütze, vier Panzerabwehrkanonen, zwei 23-mm-Vierlings-Flaks und vier Mörser.

Bei der Bewaffnung handelte es sich in der Regel um älteres Gerät sowjetischer Bauart aus Beständen der NVA und anderer bewaffneter Organe. Die Waffen wurden in der Regel in den Betrieben mit Betriebsschutz oder, wo das nicht gewährleistet war, in den Waffenkammern der Volkspolizei-Kreisämter verwahrt. Dort befanden sich auch die vorgeschriebenen Kampfsätze an Munition und Spezialausrüstungen. Die Bekleidung und Ausrüstung wurde ausschließlich in den Betrieben und Einrichtungen in Kleiderkammern gelagert.

Quelle Wikipedia

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