Das war die DDR

Chronik 1981-1990 - Niedergang

1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988
1981
1. AprilMatthias Domaschk, Mitglied in der evangelischen Jugendorganisation Junge Gemeinde Jena Stadtmitte, wird festgenommen. Er stirbt am 12. April in der Untersuchungshaftanstalt des MfS in Gera unter ungeklärten Umständen.
14. JuniEs finden Wahlen zur Volkskammer und den Bezirkstagen statt. Nach offiziellen Angaben stimmen 99,86 % der Wahlberechtigten für die Einheitslisten der "Nationalen Front".
26. JuniDer MfS-Hauptmann Werner Teske wird wegen Vorbereitung seiner Flucht in den Westen hingerichtet. Damit wird das letzte Todesurteil der DDR-Justiz vollstreckt. Prozess und Todesurteil bleiben streng geheim bis zum Ende der DDR.
1. OktoberDer "Kanzlerspion" Günter Guillaume wird im Zuge eines Agentenaustauschs in die DDR aus der Haft entlassen. Seine Frau Christel war bereits zuvor entlassen worden.
3. NovemberDie Volkskammer beschließt den Fünfjahrplan 1981–1985.
11. - 13. DezemberDer Staatsratsvorsitzende Erich Honecker empfängt Bundeskanzler Helmut Schmidt zu einem Arbeitsgespräch am Werbellinsee im Jagdschloss Hubertusstock. Sie besuchen auch Güstrow. Die Stadt wird von mehreren Tausend MfS-Mitarbeitern als Komparsen bevölkert, während die Einheimischen die Straßen nur eingeschränkt betreten dürfen.
13./14. DezemberSchriftsteller aus West und Ost treffen sich auf Initiative Stephan Hermlins in Ost-Berlin.
17. DezemberDer SED-Politiker Franz Dahlem stirbt im Alter von 89 Jahren in Ost-Berlin.
1982
1. JanuarEs findet eine Volkszählung statt.
25. JanuarDer von Pfarrer Rainer Eppelmann und dem Wissenschaftler Robert Havemann verfasste "Berliner Appell - Frieden schaffen ohne Waffen" wird veröffentlicht. Damit erreicht die Friedensbewegung in der DDR erstmals eine breite Resonanz.
14. FebruarAuf einem Friedensforum in der Kreuzkirche in Dresden fordern etwa 5.000 meist jugendliche Teilnehmer die Einführung des zivilen Wehrersatzdienstes in der DDR.
7. MärzDer Filmregisseur Konrad Wolf stirbt im Alter von 56 Jahren in Ost-Berlin.
25. MärzEin erlassenes neues Wehrdienstgesetz schreibt die vormilitärische Ausbildung von Jugendlichen vor und ermöglicht im Verteidigungsfall die Ausweitung der allgemeinen Wehrpflicht auf Frauen.
9. AprilDer Chemiker, Kommunist und DDR-Regimekritiker Robert Havemann stirbt im Alter von 72 Jahren.
15. JuliDie Sowjetunion beginnt mit der Stationierung von mobilen SS-21-Kurzstreckenraketen in der DDR.
1983
14. FebruarIn Dresden demonstrieren etwa 100.000 Menschen für den Frieden.
28. AprilErich Honecker sagt offiziell wegen des Aufsehens um die Tode von Transitreisenden am 10. und 26. April seinen geplanten Besuch in der Bundesrepublik Deutschland ab. Tatsächlich aber gibt er dem Drängen der sowjetischen Regierung nach.
12. MaiSechs Bundestagsabgeordnete der Grünen demonstrieren auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz für Abrüstung in Ost und West. Sie werden kurzzeitig festgenommen und in den Westen abgeschoben.
1. JuniDie Schriftstellerin Anna Seghers, Präsidentin des DDR-Schriftstellerverbandes von 1952 bis 1978, stirbt im Alter von 82 Jahren in Ost-Berlin.
29. JuniDie Bundesregierung Deutschland übernimmt die Bürgschaft für einen vom bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß vermittelten Kredit über eine Milliarde D-Mark (511 Millionen Euro) für die DDR. Sie will damit die Stabilität der DDR bewahren, die in finanziellen Schwierigkeiten ist.
29. Juni - 2. JuliDer UNO-Generalsekretär Javier Pérez de Cuéllar stattet der DDR einen offiziellen Besuch ab.
24. - 27. JuliFranz Josef Strauß unternimmt eine "Privatreise" in die DDR. Er trifft sich mit Erich Honecker in dessen Jagdschloss am Werbellinsee nördlich von Berlin.
1. SeptemberDie Volkspolizei löst eine Menschenkette auf, die Anhänger der DDR-Friedensbewegung anlässlich des Weltfriedenstages zwischen der sowjetischen und der US-Botschaft in Ost-Berlin bilden wollten.
15. SeptemberErstes Treffen zwischen dem Regierenden Bürgermeister von West-Berlin Richard von Weizsäcker und dem DDR-Staatsoberhaupt Erich Honecker.
6. OktoberAm Vortag des Nationalfeiertages der DDR, kündigt Erich Honecker den vollständigen Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze an.
15. NovemberEin neues Post- und Fernmeldeabkommen zwischen beiden deutschen Staaten, das die Anhebung der jährlichen Pauschalleistungen der Bundesrepublik an die DDR von 85 auf 200 Millionen D-Mark (44 auf 102 Millionen Euro) vorsieht, kommt zum Abschluss.
5. DezemberDie Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen kritisiert die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen in der DDR.
12. DezemberBärbel Bohley und Ulrike Poppe von der Initiative "Frauen für den Frieden" werden verhaftet. Nach Protesten werden sie am 24. Januar 1984 freigelassen.
1984
9. JanuarDie Betriebsrechte an der S-Bahn in West-Berlin gehen von der Deutschen Reichsbahn (de facto die Staatsbahn der DDR) an die West-Berliner BVG über.
22. JanuarSechs DDR-Bürger, die sich in die Ost-Berliner US-Botschaft geflüchtet hatten, dürfen nach West-Berlin ausreisen.
9. FebruarDie zweimillionste Wohnung, die im Rahmen des Wohnungsbauprogrammes seit 1970 gebaut wurde, wird von Erich Honecker feierlich übergeben.
13. FebruarBei den Trauerfeierlichkeiten zum Tode des KPdSU-Generalsekretärs Juri Andropow treffen sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Erich Honecker in Moskau.
6. April35 DDR-Bürger, die am 2. April in die bundesdeutsche Botschaft in Prag geflüchtet sind, kehren in die DDR zurück, nachdem ihnen eine baldige Ausreise nach Westdeutschland zugesichert wurde.
10. MaiIn Reaktion auf das Fernbleiben der USA von den Olympischen Spielen in Moskau 1980, wegen des Einmarsches der UdSSR in Afghanistan, sagt die DDR die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Los Angeles ab.
8. - 10. JuniIn Ost-Berlin findet ein "Nationales Jugendfestival der DDR" mit etwa 75.000 Jugendlichen statt.
26. JuniDie Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ost-Berlin wird vorübergehend "wegen Überfüllung" geschlossen, weil sich in ihr 55 DDR-Bürger aufhalten, die ihre Ausreise erzwingen wollen. Nach Zusicherung von Straffreiheit und baldiger Ausreise verlassen sie die Ständige Vertretung am 5. Juli wieder.
29./30. JuniDer schwedische Ministerpräsident Olof Palme besucht die DDR.
9./10. JuliDer italienische Ministerpräsident Bettino Craxi besucht die DDR.
25. JuliDer bundesdeutsche Staatsminister Philipp Jenninger gibt die Bürgschaft für einen Kredit in Höhe von 950 Millionen DM (486 Millionen Euro) für die DDR bekannt. Gegenleistungen sind Erleichterungen im innerdeutschen Reiseverkehr und der vollständige Abbau der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze.
4. SeptemberErich Honecker sagt seinen für Ende September geplanten Besuch in der Bundesrepublik ab.
16. - 19. OktoberErich Honecker besucht Finnland.
5./6. NovemberDer österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz besucht die DDR.
1. DezemberDie Erhöhung der Mindestrente auf 300 Mark der DDR tritt in Kraft.
31. DezemberDie DDR hat 1984 ungewöhnlich viele, nämlich 40.900 Ausreisewillige in die Bundesrepublik übersiedeln lassen. Im Vorjahr waren es 11.300 und im Folgejahr 24.900.
1985
9. - 12. JanuarDer Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, besucht die DDR.
15. JanuarDie letzten der 168 DDR-Bürger, die sich seit dem 2. Oktober 1984 in die Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland geflüchtet hatten, kehren in die DDR zurück. Ihnen war Straffreiheit und eine baldige Ausreise zugesichert worden.
13. FebruarDie restaurierte Semperoper in Dresden wird wiedereröffnet.
10. MärzDer sowjetische Staats- und Parteichef Konstantin Tschernjenko stirbt im Alter von74 Jahren in Moskau. Er starb bereits nach dreizehnmonatiger Amtszeit.
11. MärzMit dem 54-jährigen Michail Sergejewitsch Gorbatschow wird ein angesichts des hohen Alters seiner drei Vorgänger erstaunlich junger Mann sowjetisches Staatsoberhaupt.
12. MärzWie im Vorjahr treffen sich Bundeskanzler Helmut Kohl und Erich Honecker am Rande der Trauerfeierlichkeiten zum Tode eines sowjetischen Staatsoberhauptes Konstantin Tschernjenko.
6. AprilDer französische Ministerpräsident Laurent Fabius besucht die DDR.
8. AprilMit Geoffrey Howe besucht erstmals ein britischer Außenminister die DDR.
16. AprilDas 1978 von der DDR-Führung geschlossene Korrespondentenbüro des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wird wieder eröffnet.
11. JuniAuf der Glienicker Brücke ,zwischen West-Berlin und Potsdam, findet der größte Agentenaustausch seit 1945 statt. 25 West-Agenten und vier Ost-Agenten kommen frei.
5. JuliEs werden neue Vereinbarungen über den innerdeutschen Handel für die Jahre 1986 bis 1990 getroffen. Das Toleranzvolumen als Bestandteil der gegenseitigen Handelsbeziehungen (Swing) wird von 600 auf 850 Millionen DM (307 auf 435 Millionen Euro) angehoben.
19. AugustDer im Bundesamt für Verfassungsschutz für die Abwehr der DDR-Spionage zuständige Hansjoachim Tiedge läuft in die DDR über.
9. - 11. SeptemberDer finnische Präsident Kalevi Sorsa besucht die DDR.
25. NovemberGünter Schabowski wird 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Ost-Berlin als Nachfolger für den abgesetzten Konrad Naumann.
2. DezemberDer DDR-Verteidigungsminister Armeegeneral Heinz Hoffmann stirbt im Alter von 75 Jahren in Strausberg.
3. DezemberArmeegeneral Heinz Keßler wird zum Nachfolger des verstorbenen Armeegeneral Heinz Hoffmann ernannt.
1986
10. JanuarErich Honecker empfängt in Ost-Berlin elf Mitglieder des Repräsentantenhauses des US-Kongresses und führt Gespräche über die weltpolitische Lage und die Beziehungen zwischen den USA und der DDR.
9. FebruarDie DDR erweitert die Reisemöglichkeiten in dringenden Familienangelegenheiten.
19. - 22. FebruarDer Präsident der Volkskammer Horst Sindermann besucht auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion die Bundesrepublik Deutschland.
17. - 21. AprilAuf dem XI. Parteitag der SED ruft der Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow zu "Selbstkritik" auf und unterbreitet Abrüstungsvorschläge. Gorbatschow definierte bei seinem Staatsbesuch schmunzelnd, wie die Russen die Abkürzung für die DDR auslegen: "Dawai, Dawai, Robota" (auf deutsch: "los, los, arbeiten").
26. AprilIm Atomkraftwerk Tschernobyl bei Kiew explodiert ein Reaktorblock. Große Mengen radioaktiven Materials werden freigesetzt und werden durch die Luft Richtung Westen transportiert. Die DDR-Führung wiegelt ab und behauptet, es würde keine Gefährdung bestehen.
2. SeptemberDie "Umwelt-Bibliothek" wird in Ost-Berlin eröffnet.
15. SeptemberProteste von Greenpeace in Ost-Berlin werden von DDR-Sicherheitskräften unterbunden.
6. OktoberEisenhüttenstadt und Saarlouis schließen die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft.
10./11. NovemberAuf dem Gipfeltreffen der Mitgliedsstaaten des Warschauer Pakts kündigt der sowjetische Staatschef Gorbatschow eine Liberalisierung der sowjetischen Osteuropapolitik an.
1987
5. MärzDer stellvertretende Minister und Leiter der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A) des MfS, Markus Wolf, scheidet aus dem aktiven Dienst aus.
8. AprilEin Mitglied des SED-Politbüros, Kurt Hager, nimmt in einem Interview mit dem westdeutschen Nachrichtenmagazin Stern zu den Reformen in der Sowjetunion Stellung mit den Worten: "Würden Sie, nebenbei gesagt, wenn Ihr Nachbar seine Wohnung neu tapeziert, sich verpflichtet fühlen, Ihre Wohnung ebenfalls neu zu tapezieren?".
13. AprilEin mehrtägiges Manöver der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA), an dem erstmals Beobachter aus den KSZE-Signatarstaaten (Staat, der einen völkerrechtlichen Vertrag unterzeichnet hat) teilgenommen haben, endet. Unter den Beobachtern sind auch zwei Offiziere der Bundeswehr.
3. - 5. JuniErich Honecker weilt zu einem offiziellen Staatsbesuch in den Niederlanden.
8. JuniAm Ost-Berliner Brandenburger Tor kommt es zu brutalen Übergriffen von DDR-Sicherheitskräften auf Fans, die einem Rockkonzert vor dem Reichstagsgebäude auf West-Berliner Seite der Berliner Mauer zuhören wollen.
12. JuniDer US-Präsident Ronald Reagan richtet sich bei einem Besuch des Brandenburger Tores symbolisch an den sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow mit der Aufforderung, die Berliner Mauer abzureißen und das Brandenburger Tor zu öffnen.
15. JuniDer UNO-Generalsekretär Pérez de Cuéllar besucht die DDR.
17. JuniIn der DDR wird die Todesstrafe offiziell abgeschafft.
23. JuniErich Honecker empfängt Rabbiner Israel Miller, den Präsidenten der Jewish Claims Conference.
1. - 18. SeptemberUnter Beteiligung von unabhängigen Friedensgruppen findet in der DDR der sogenannte Olof-Palme-Friedensmarsch statt. Er führt von Stralsund über mehrere Orte nach Dresden. Unter anderem ziehen am 5. September etwa 1000 Teilnehmer von der Ost-Berliner Zionskirche zur Gethsemane-Kirche. Die DDR-Behörden zeigen sich überraschend großzügig und tolerieren den Marsch.
7. - 11. SeptemberErich Honecker wird in der Bundesrepublik Deutschland als offizieller Staatsgast empfangen. Er unterzeichnet mehrere Abkommen unter anderem über wissenschaftliche und umwelttechnische Zusammenarbeit und besucht anschließend Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Bayern. Im Saarland sucht er seinen Geburtsort Neunkirchen (Saar) auf.
13. - 15. OktoberErich Honecker stattet Belgien einen Staatsbesuch ab.
17. OktoberRechtsradikale Skinheads überfallen die Besucher eines Punk-Konzertes in der Zionskirche in Ost-Berlin. Der Überfall auf die Zionskirche und die folgenden Strafprozesse führten erstmals zu einer öffentlichen Auseinandersetzung mit Neonazis in der DDR.
24. NovemberIn der Nacht werden von Mitarbeitern des Generalstaatsanwaltes und des MfS die Räume der "Umweltbibliothek" in der evangelischen Zionsgemeinde in Ost-Berlin durchsucht. Sieben festgenommene Personen werden nach Protesten und Mahnwachen in der ganzen DDR wenige Tage später wieder freigelassen.
12. DezemberDie Amnestie anlässlich des 38. Jahrestages der Gründung der DDR (7. Oktober 1949) ist abgeschlossen. Es wurden 24.621 Personen aus der Haft entlassen.
1988
7. - 9. JanuarErich Honecker besucht Frankreich.
17. JanuarIn die offizielle Gedenkdemonstration für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wollen sich Demonstranten einreihen, die unter der von Rosa Luxemburg stammenden Losung "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" demonstrieren wollen. Die DDR-Sicherheitskräfte verhaften vor laufenden Kameras der Westpresse etwa 160 von ihnen. An den Folgetagen verhaftet das MfS zahlreiche Aktivisten der Berliner Oppositionsbewegung, um die beginnende Solidaritätsbewegung zu ersticken. Es kommt jedoch in der ganzen DDR zu Solidaritätsveranstaltungen, an denen tausende Menschen teilnehmen, bis es den DDR-Staatsorganen gelingt, die Mehrzahl der Verhafteten zur Ausreise zu bewegen.
31. MärzEs wird ein Gebietsaustausch zwischen West-Berlin und der DDR vereinbart.
23. AprilDie Volkspolizei trennt Hooligans beim Höhepunkt der Ausschreitungen zwischen Fußballfans mit dem Einsatz von Gummigeschossen: 1. FC Lokomotive Leipzig gegen Union Berlin (2:1).
21. JuniHorst Neugebauer löst Ewald Moldt als Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in Bonn ab.
26. JuniEs treffen 40 Beobachter aus 20 KSZE-Signatarstaaten (Staat, der einen völkerrechtlichen Vertrag unterzeichnet hat) in Potsdam ein, um die gemeinsame Truppenübung der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) und der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR zu beobachten.
19. JuliAm Bruce-Springsteen-Konzert in Ost-Berlin nehmen nach unterschiedlichen Angaben 160.000 bis 500.000 Menschen teil.
15. AugustDie Regierung der DDR und die Kommission der Europäische Gemeinschaft (EG) stellen diplomatische Beziehungen her.
14. SeptemberDie Bundesrepublik Deutschland und die DDR unterzeichnen Vereinbarungen über Neuregelungen im Transitverkehr. Die Transitpauschale wird von 525 auf 860 Millionen DM (268 auf 440 Millionen Euro) im Jahr erhöht.
10. OktoberDDR-Sicherheitskräfte lösen in Ost-Berlin gewaltsam einen Protestmarsch von etwa 200 Personen auf, die mit Transparenten gegen die Zensur von Kirchenzeitungen protestieren und hindern westliche Korrespondenten mit Gewalt an der Arbeit.
16. - 18. OktoberDer Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Edgar Bronfman sen., besucht die DDR.
10. NovemberIn Ost-Berlin wird der Grundstein für den Neubau der zerstörten Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße gelegt.
20. NovemberDie DDR-Medien teilen mit, dass auf Weisung des Postministers die sowjetische Monatszeitschrift "Sputnik" aus der Liste des Postzeitungsvertriebes gestrichen wird. Bereits vorher waren einzelne Ausgaben der sowjetischen Zeitung "Neue Zeit" nicht ausgeliefert worden.

Quelle Wikipedia

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