Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lebten 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone und Ost-Berlin ca. 18,388 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl der DDR nahm bis auf 16,028 Millionen Menschen im Jahr 1990 ab.
Die Abnahme hatte mehrere Gründe:
die permanente Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR bzw. die Übersiedlung aus der SBZ/DDR nach Westdeutschland
in den Anfangsjahren der Weiterzug von Heimatvertriebenen über die Zonengrenze in die Westzonen
die Verringerung der Geburtenrate, insbesondere durch die Einführung der schwangerschaftsverhütenden Pille und infolge der Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ("Geburtenknick", "Pillenknick"); dazu kam wie in anderen entwickelten Ländern auch der Trend weg von größeren Familien hin zu Familien mit ein bis zwei Kindern
der Anstieg der Sterberate durch Anpassung an eine normalisierte demografische Entwicklung, nachdem diese kriegsbedingt in den Anfangsjahren von SBZ und DDR gravierende Unterschiede in den jeweiligen Bevölkerungsgruppen aufgewiesen hatte
Aufgrund internationaler Abkommen gab es zwei kleine, aber noch heute klar abgegrenzte ausländische Bevölkerungsgruppen, die vietnamesischen Vertragsarbeiter und die 15.000 Vertragsarbeiter aus Mosambik, auch Madgermanes genannt.
Quelle: Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Staatliche Zentralverwaltung für Statistik (Hrsg.), Deutscher Zentralverlag, Berlin (Stat. Jb. DDR).
Einwohner und Berufstätige der DDR
Jahr
Einwohner
Berufstätige (ohne Lehrlinge)
1950
18.388.400
7.196.000
1960
17.188.488
7.686.000
1970
17.056.983
7.769.000
1980
16.739.538
8.225.000
1988
16.674.632
8.594.000
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